Meta bringt Muse Code: Terminal-Agent mit Muse Spark 1.2
Meta hat seinen ersten Coding-Agent vorgestellt: Muse Code arbeitet im Terminal, verteilt große Aufgaben auf Sub-Agenten und läuft auf dem neuen Modell Muse Spark 1.2.

Meta steigt in den Wettbewerb der KI-Coding-Agenten ein. Gestern hat der Konzern Muse Code vorgestellt, einen Agenten für das Terminal, der Entwicklungsaufgaben in großen Code-Repositories - von der Planung bis zur geprüften Änderung - übernimmt. Die Modell-Basis ist das ebenfalls neue Muse Spark 1.2. Die Beta läuft auf macOS und Linux.
Muse Code plant Änderungen, schreibt Code und prüft das Ergebnis selbst. Ist eine Aufgabe groß genug, verteilt es die Arbeit auf mehrere Sub-Agents. Die laufen dann dauerhaft im Hintergrund und bearbeiten in getrennten Arbeitsverzeichnissen verschiedene Teile eines Projekts gleichzeitig.
Den Ablauf strukturieren integrierte Kommandos:
Jeden Modellaufruf, jeden Tool Call, jede Freigabe und jede Code-Änderung schreibt Muse Code in ein lokales Protokoll. Stürzt die Software ab, setzt sie nach dem Neustart an exakt der Stelle wieder an.
Muse Spark 1.2 ist der Nachfolger von Muse Spark 1.1 und wurde gezielt für Coding-Aufgaben entwickelt. Meta hat Modell und Agent zusammen trainiert. Nach Darstellung des Konzerns ruft das Gespann Tools dadurch präziser auf und braucht weniger Anläufe als ein Agent, der auf ein fremdes Modell aufsetzt. Das Kontextfenster umfasst laut Hersteller eine Million Token.
Die veröffentlichten Benchmark-Werte, etwa auf Terminal-Bench 2.1 und der Aufgabensammlung DeepSWE, hat der Anbieter selbst gemessen. Unabhängige Tests stehen aus. Als Arbeitsprobe führt Meta eine GPU-Kernel-Optimierung an, bei der der Agent bis zu 24 Stunden am Stück gearbeitet und dabei mehr als 1.000 Tool Calls abgesetzt hat.
Abgerechnet wird nach Verbrauch. Die Standard-Stufe kostet 1,25 Dollar je Million Input-Token und 4,25 Dollar je Million Output-Token. Alexandr Wang, Chef von Metas KI-Unit Superintelligence Labs, sieht in Muse Code wegen der niedrigen Kosten eine gute Wahl für viele Arbeitsabläufe. Zu den direkten Konkurrenten zählen Claude Code von Anthropic und Codex von OpenAI.
Wer Windows nutzt, bleibt bei Muse Code vorerst außen vor.