Zum Inhalt springen
AI NEWS pro

Meta will eigenen KI-Chip "Iris" ab September fertigen lassen

Meta lässt ab September einen eigenen KI-Chip für Rechenzentren fertigen. Das geht aus einem internen Memo hervor. Bis 2027 will der Konzern seine Rechenleistung auf 14 Gigawatt verdoppeln.

Sebastian Fiebiger1Min. Lesezeit
Meta-Logo auf einem dunklen Bildschirm, im Vordergrund eine beleuchtete Tastatur
Meta will eigene KI-Chips produzieren (Foto: PJ McDonnell | Shutterstock)

Meta will ab September einen selbst entwickelten KI-Chip in Serie fertigen lassen. Das geht aus einem internen Memo hervor, über das die Nachrichtenagentur Reuters zuerst berichtet hat.

Der Chip für Rechenzentren trägt den Codenamen "Iris".

Meta hat den Chip auf die eigenen Anforderungen zugeschnitten. Er soll die KI-Systeme hinter Facebook und Instagram verbessern.

Beim Design arbeitet Meta mit dem Halbleiterkonzern Broadcom zusammen. Die Fertigung übernimmt der taiwanische Auftragsfertiger TSMC.

Ein interner Test des Chips hat nur sechs Wochen gedauert. Größere Probleme gab es dabei laut dem Memo nicht.

"Iris" gehört zu einem Projekt über vier Chip-Generationen. (Meta Training and Inference Accelerators, kurz MTIA)

Der Zeitplan ist eng: Bis 2027 will Meta etwa alle sechs Monate einen neuen Chip vorstellen. In der Branche liegt zwischen zwei Generationen sonst ein Jahr oder mehr.

Meta will in diesem Jahr Rechenkapazität mit sieben Gigawatt Leistung aufbauen. Bis 2027 soll sich der Wert auf 14 Gigawatt verdoppeln.

Für KI-Infrastruktur rechnet der Konzern in diesem Jahr mit Ausgaben von bis zu 145 Milliarden Dollar (Stand: Juli 2026).

Passende Lieferverträge hat sich Meta bereits gesichert. Samsung liefert Speicherchips und Sandisk Flash-Speicher. Auch der japanische Konzern Sumitomo Electric ist mit Glasfaser-Technik dabei.

Meta hat eine Stellungnahme zu dem Bericht abgelehnt.

Meta arbeitet seit mehr als fünf Jahren an eigener KI-Hardware. Lange Zeit blieb der große Erfolg aus.

Im April 2026 hat der Konzern eine Design-Partnerschaft mit Broadcom öffentlich gemacht. Die erste Chip-Generation aus dem Programm ist inzwischen in Produktion (Stand: Juli 2026). Sie trainiert laut Meta Modelle für Rankings und Empfehlungen. Spätere Generationen zielen vor allem auf den Betrieb generativer KI-Modelle.

Die eigenen Chips sollen die Prozessoren von Nvidia und AMD ergänzen, aber nicht ersetzen.

Ganz ohne Nvidia geht es bei Meta also auch künftig nicht.