Kimi K3: Moonshot stoppt neue Abos wegen GPU-Engpass
Zwei Tage nach dem Start von Kimi K3 stoppt Moonshot AI den Verkauf neuer Abos. Die GPU-Kapazität ist nahezu ausgeschöpft. Bestandskunden bleiben versorgt.

Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot AI nimmt vorerst keine neuen Kunden für sein Sprachmodell Kimi K3 an. Der Ansturm nach dem Start hat die Rechenkapazität binnen 48 Stunden nahezu erschöpft. "Our GPUs are feeling it", teilte das Unternehmen mit.
Moonshot AI hat Kimi K3 am 17. Juli vorgestellt. Schon einen Tag später hat das Modell ein wichtiges Ranking für Web-Entwicklung angeführt.
Am 19. Juli hat die Firma die Anmeldung für neue Mitgliedschaften geschlossen. Die Nachfrage habe die Grenzen der aktuellen Kapazität fast erreicht, heißt es zur Begründung.
Bestehende Abos laufen unverändert weiter.
Moonshot will die Kapazität jetzt ausbauen und neue Plätze schubweise freigeben. Parallel dazu hat das Unternehmen das Abo-Modell zweigeteilt: Die "Kimi Membership" deckt Web und Apps ab, die "Kimi Code Membership" richtet sich an Entwickler.
Wer jetzt neu einsteigen will, muss also erst mal warten.
Kimi K3 hat nach Eigenangaben 2,8 Billionen Parameter und hält bis zu eine Million Token im Kontext. Moonshot bezeichnet es als erstes offenes Modell dieser Größenordnung. Die Gewichte sollen am 27. Juli zum freien Download erscheinen. (Open Weights)
Bis dahin läuft das Modell nur auf den Servern des Anbieters.
In den hauseigenen Benchmarks liegt K3 vor GPT-5.6 von OpenAI und auf Augenhöhe mit den Spitzenmodellen von Anthropic. Solche Herstellerwerte sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Erste unabhängige Messungen deuten aber in eine ähnliche Richtung: Die Plattform Artificial Analysis führt K3 auf Platz drei hinter den Topmodellen von Anthropic und OpenAI. (Stand: 20. Juli 2026)
Die API kostet rund 15 Dollar je Million Output-Tokens. Das ist deutlich teurer als bei anderen chinesischen Anbietern. Aber immer noch deutlich günstiger als die US-Konkurrenz.
Der Engpass zeigt ein Grundproblem der chinesischen KI-Branche. US-Exportkontrollen beschränken seit Jahren den Zugang zu modernen KI-Chips. Die Labore im Land müssen ihre Rechenleistung deshalb rationieren.
Nutzer berichten schon jetzt von spürbar langsameren Antworten als bei US-Diensten.
Wirtschaftlich steht Moonshot dennoch gut da. Im Juni hat das Unternehmen einen wiederkehrenden Jahresumsatz von 300 Millionen Dollar gemeldet. Eine laufende Finanzierungsrunde soll die Bewertung laut Medienberichten auf mehr als 30 Milliarden Dollar heben.