Zum Inhalt springen
AI NEWS pro

Bericht: Google integriert KI-Modell Gemini in einen Chip

Google will für einen neuen Server-Chip Teile von Gemini fest in Silizium "gießen". Das Projekt "Frozen" verspricht bis zu zehnfache Effizienz. Der Einsatz ist allerdings frühestens für 2028 geplant.

Sebastian Fiebiger1Min. Lesezeit
Luftaufnahme eines Google-Rechenzentrums in der Wüste bei Las Vegas
Google Rechenzentrum in Las Vegas (Foto: Audio und werbung | Shutterstock)

Google arbeitet an einem Server-Chip mit "eingebautem" KI-Modell. Teile der Gemini-Rechenlogik sollen dabei fest ins Silizium wandern. Das berichtet der Branchendienst The Information unter Berufung auf Insider.

Das Projekt trägt den internen Namen "Frozen v2". (englisch für "eingefroren")

Dahinter steht eine simple Idee: Was heute als Software aus dem Speicher geladen wird, liegt künftig unveränderlich auf dem Chip. Das spart Rechenschritte und Datenverkehr zwischen Prozessor und Speicher. Dem Bericht zufolge könnte der Chip pro Watt sechs- bis zehnmal so viele Tokens ausliefern wie Googles aktuelle TPU-Chips.

Wie viel vom Modell am Ende fest "verdrahtet" wird, ist noch unklar.

Der Ansatz hat auch einen Haken. Der Chip wäre untrennbar mit den Gemini-Modellen verbunden. Ändert Google die Architektur grundlegend, veralten die fertigen Chips.

Der Einsatz ist frühestens für 2028 geplant. Die bisherigen TPU-Chips will Google parallel weiterbauen. Frozen ist als zweite Produktlinie gedacht und nicht als Ersatz.

Hintergrund ist ein handfester Engpass. Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung übersteigt das eigene Angebot.

Die Cloud-Sparte hat deshalb schon Kundenaufträge abgelehnt. Intern sorgt die Verteilung der knappen Kapazität dem Bericht zufolge für Spannungen. Daran wird auch "Frozen" kurzfristig nichts ändern können.