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Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen

Apple wirft OpenAI systematischen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor. Die Klage zielt auf die Hardware-Pläne des ChatGPT-Herstellers und richtet sich auch gegen zwei frühere Apple-Ingenieure.

Sebastian Fiebiger1Min. Lesezeit
Justitia-Statue mit Waage und Augenbinde vor unscharfen Gesetzesbüchern
Apple verklagt OpenAI und zwei Ex-Mitarbeiter (Foto: Zolnierek_photography | Shutterstock)

Apple zieht gegen OpenAI vor Gericht. Die Klage liegt seit Freitag bei einem Bundesgericht in Nordkalifornien. (10. Juli 2026) Der Vorwurf: systematischer Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen für OpenAIs Einstieg ins Hardware-Geschäft.

Apple verklagt nicht nur OpenAI. Das Verfahren richtet sich auch gegen zwei OpenAI-Ingenieure mit Apple-Vergangenheit.

Über die Klage berichten unter anderem TechCrunch und Axios.

Im Zentrum steht Tang Tan. Der heutige Chief Hardware Officer von OpenAI war zuvor 24 Jahre lang bei Apple und hat dort zuletzt das Produktdesign von iPhone und Apple Watch verantwortet.

Laut Klage hat Tan Bewerber aufgefordert, echte Apple-Bauteile zu "Show and Tell"-Runden im Vorstellungsgespräch mitzubringen. Ausscheidenden Mitarbeitern soll er auch verraten haben, wie sich Apples Sicherheitskontrollen umgehen lassen. In den Gesprächen sollen auch interne Projektnamen und unveröffentlichte Produkte zur Sprache gekommen sein.

Der zweite Beklagte ist Chang Liu. Der Ingenieur soll nach acht Jahren bei Apple zu OpenAI gewechselt sein und sein Apple-Laptop einfach behalten haben. Mit dem Gerät hat er laut Klage Dutzende vertrauliche Dokumente aus Apples Intranet geladen. Apple nennt all das die "Spitze des Eisbergs".

Noch 2024 waren beide Firmen enge Partner. Apple hat ChatGPT damals direkt ins iPhone integriert.

Abgekühlt ist das Verhältnis, seit OpenAI eigene Geräte plant. 2025 hat das Unternehmen das Design-Startup io des früheren Apple-Designers Jony Ive übernommen. (für rund 6,5 Milliarden Dollar) Ive selbst steht allerdings nicht auf der Liste der Beklagten.

Was genau in OpenAIs Hardware-Abteilung entsteht, hält das Unternehmen bis heute geheim. Medienberichte nennen mal einen Assistenten ohne Bildschirm und mal ein eigenes Smartphone.

Apple fordert Schadenersatz. Zudem soll ein Gericht OpenAI untersagen, die Geschäftsgeheimnisse weiter zu verwenden. Alle vertraulichen Unterlagen sollen zurück nach Cupertino.

OpenAI weist die Vorwürfe zurück. Man habe "kein Interesse an den Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen", teilt die Firma mit.

Einen Termin für das Verfahren gibt es noch nicht.