GPT-5.6 Sol - technische Daten, Benchmarks und Preise
GPT-5.6 Sol im Datenblatt: die oberste der drei Leistungsstufen von OpenAI - gleiches Datenblatt wie Terra und Luna, aber ein messbarer Vorsprung, der mit der Schwere der Aufgabe wächst.

GPT-5.6 Sol ist die oberste der drei Stufen, in denen OpenAI seine aktuelle Modellfamilie GPT-5.6 anbietet - positioniert als Flaggschiff für komplexe agentische und wissenschaftliche Aufgaben. Ungewöhnlich an dieser Familie ist der Ort des Unterschieds, denn die Herstellerdokumentation weist für alle drei Stufen dieselben technischen Werte aus - vom Kontextfenster bis zum Wissensstand. Getrennt werden Sol, Terra und Luna nicht über die Ausstattung, sondern über die Leistung: OpenAI führt die Stufen als eigenständige Leistungsklassen, und die seit dem Start dokumentierten Messwerte zeichnen genau dieses Bild. Der Vorsprung von Sol wächst mit der Schwere der Aufgabe - und schrumpft bei Routinearbeit.
GPT-5.6 Sol - Überblick und technische Daten
| Anbieter | OpenAI |
|---|---|
| Familie | GPT-5.6 |
| Erschienen | nicht belegtDie Herstellerdokumentation nennt kein Erscheinungsdatum. Belegt ist nur eine Vorab-Vorstellung unter dem Titel "Previewing GPT-5.6 Sol". |
| Lizenz | Proprietär, ausschließlich über Schnittstellen nutzbar. |
| Weights | closed weights, kein Selbstbetrieb |
| Nutzbar über | OpenAI, OpenRouter |
| Preis ab | 4,00 USD je Mio. Input-Token (befristet bis 21. November 2026) |
| Architektur | nicht veröffentlichtVom Anbieter nicht veröffentlicht. |
| Parameter gesamt | nicht veröffentlichtVom Anbieter nicht veröffentlicht. |
| Kontextfenster | 1.050.000 (rund 1,05 Mio.) Token |
| Maximaler Output | 128.000 Token |
| Input | Text, Bild |
| Output | Text |
| Wissensstand | 16. Februar 2026 |
| Reasoning | WahlweiseAufwandsstufen von none bis max, voreingestellt ist medium. Mit der Stufe none arbeitet das Modell ohne Reasoning. |
| Tool Calls | Ja |
| Structured Output | Ja |
| Prompt Caching | Ja |
| Kennung | gpt-5.6-sol |
Einordnung in die Familie
Oberste der drei Stufen. Vom Anbieter als Flaggschiff für komplexe agentische und wissenschaftliche Aufgaben positioniert. Technisch unterscheidet sich Sol von Terra und Luna ausschließlich im Preis - Kontextfenster, Ausgabegrenze, Modalitäten, Wissensstand und Funktionsumfang sind in allen drei Stufen identisch. Der in Vergleichsgrafiken auftauchende Eintrag "Sol Ultra" ist keine vierte Stufe, sondern ein rechenintensiver Aufwandsmodus auf Sol.
Preise
| Stufe | Input | Output | Cache (Lesen) | Stand |
|---|---|---|---|---|
| standardOpenAI | 4,00 | 20,00 | 0,40 | 6. Oktober 2026 |
Beträge in US-Dollar je einer Million Token, nach Anbieterangabe.
standard: Befristet bis zum 21. November 2026.
standard: Aktionspreis, laut OpenAI mindestens bis zum 21. November 2026. Für Anfragen über 272.000 Eingabe-Token berechnet der Anbieter den doppelten Eingabe- und den anderthalbfachen Ausgabepreis, jeweils für die vollständige Anfrage.
Benchmarks
Stand der Daten: 6. Oktober 2026
GPT-5.6 ist OpenAIs aktuelle Modellgeneration und kommt in drei Stufen daher, die auf die Namen Sol, Terra und Luna hören - Latein für Sonne, Erde und Mond. Sol steht an der Spitze dieser Staffel. OpenAI beschreibt die Stufe als das Angebot für die anspruchsvollsten Fälle, also für agentische Abläufe mit langen Ketten aus Tool Calls und für wissenschaftliche Arbeit. Die drei Stufen versteht der Anbieter dabei als dauerhafte Leistungsklassen, die sich unabhängig voneinander weiterentwickeln können - Sol ist also keine Preisvariante desselben Modells, sondern die leistungsstärkste Ausführung der Generation.
Der Ausstattungsliste ist dieser Unterschied allerdings nicht anzusehen. Kontextfenster, Ausgabegrenze, Modalitäten und Wissensstand sind in allen drei Stufen gleich. Auch der Funktionsumfang deckt sich - Reasoning gehört dazu, ebenso Tool Calls, Structured Output und Prompt Caching. Das Modell nimmt Text und Bilder entgegen und antwortet mit Text. Die Trennung verläuft in der Qualität der Ergebnisse, nicht im Funktionsumfang.
Zur Herkunft bleibt die Dokumentation einsilbig. Ein Erscheinungsdatum nennt OpenAI dort nicht; angekündigt wurde die Stufe unter dem Titel "Previewing GPT-5.6 Sol", die allgemeine Verfügbarkeit der Familie ist aus der Startberichterstattung seit dem 9. Juli 2026 belegt. Zur Architektur und zur Zahl der Parameter veröffentlicht der Anbieter nichts - das ist eine Entscheidung des Hauses, keine Recherchelücke. Sol ist proprietär, läuft ausschließlich über Schnittstellen und ist neben OpenAI selbst auch über OpenRouter erreichbar.
Wer die oberste Stufe bucht, zahlt beim Eingabepreis das Doppelte von Terra - und bekommt dafür einen Vorsprung, der sich inzwischen beziffern lässt. In den seit dem Start dokumentierten Vergleichswerten liegt Sol bei schwerer Mathematik vorn (FrontierMath: 83,0 gegenüber 68,3 bei Terra und 58,5 bei Luna). Bei Terminal-Aufgaben kommt Sol im Terminal-Bench 2.1 laut OpenAI auf 88,8 Prozent und im Modus Ultra auf 91,9 Prozent. Claude Mythos 5 erreicht dort 88,0 Prozent. Beim Erinnerungsvermögen über lange Kontexte trennt die Familie sogar eine Klippe: Sol erreicht 91,5 Prozent, Terra 89,6 - Luna fällt auf 41,3. Eine unabhängige Messung steuert der Code-Review-Anbieter CodeRabbit bei: In dessen Programmier-Durchlauf mit über 100 Aufgaben schloss Sol 63,7 Prozent erfolgreich ab, Terra 40,7 Prozent.
Aufschlussreich ist die Preisrunde vom 30. Juli 2026. OpenAI hat damals Terra um ein Fünftel verbilligt und Luna gleich um vier Fünftel, während Sol zunächst unverändert geblieben ist. Der Abstand innerhalb der Familie ist dadurch kräftig gewachsen. Vor dieser Senkung lag Lunas Eingabepreis bei einem Fünftel von Sol. Zum Stichtag 16. September 2026 ist es ein Zwanzigstel. Das lässt sich als Arbeitsteilung lesen: Die unteren Stufen konkurrieren über den Preis um Masse und Durchsatz, während Sol diesem Wettbewerb fernbleibt.
Klar abgesteckt sind die Grenzen. Wer Modelle selbst betreiben will oder offene Gewichte braucht, findet bei Sol nichts, denn einen Download gibt es nicht. Bilder versteht das Modell, erzeugen kann es sie nicht - die Ausgabe bleibt Text. Die Größe des Kontextfensters taugt nicht als Argument für die oberste Stufe, denn sie ist in allen dreien gleich - wohl aber dessen Nutzung: Beim Erinnern über lange Strecken lässt Sol die günstigste Stufe weit hinter sich. Bei agentischen Abläufen, für die OpenAI die Stufe bewirbt, fallen allerdings typischerweise lange, wiederkehrende Kontexte an. Dort hilft Prompt Caching, dessen Lesezugriffe ein Zehntel des regulären Eingabepreises kosten.
Die nächsten Verwandten sind die beiden Stufen derselben Familie. GPT-5.6 Terra ist die mittlere und laut OpenAI für alltägliche Programmier-, Reasoning- und Agentenaufgaben gedacht - mit demselben Datenblatt, in den Messwerten eine Stufe darunter, beim Eingabepreis bei der Hälfte. GPT-5.6 Luna bildet das untere Ende und zielt auf Durchsatz, etwa bei Klassifikation, Absichtserkennung, Moderation und einfachen Zusammenfassungen - zum Zwanzigstel des Eingabepreises von Sol, in den schweren Benchmarks und bei langen Kontexten aber mit deutlichem Abstand.
Ein direkter Vorgänger, den Sol abgelöst hätte, ist in der Herstellerdokumentation nicht ausgewiesen. Außerhalb der Familie bewegt sich das Modell im Feld der proprietären Schnittstellenmodelle mit Reasoning-Funktionen, in dem etwa Anthropic mit der Claude-Reihe um Opus 5 antritt oder xAI mit Grok 4.5. Eine belastbare Rangfolge über Anbietergrenzen hinweg gibt es zum Stichtag allerdings nicht - die vorliegenden Messwerte stammen aus unterschiedlichen Messaufbauten und lassen sich zwischen den Häusern nicht direkt vergleichen.