Handelsblatt: Medienunternehmen werfen OpenAI Beweisvernichtung vor
Im Urheberrechtsstreit mit OpenAI erheben die New York Times und weitere Medien schwere Vorwürfe: Das Unternehmen soll Beweise zurückgehalten und zerstört haben. Das Handelsblatt berichtet über die Eskalation des Verfahrens.

Im seit 2023 laufenden Urheberrechtsprozess gegen OpenAI verschärfen die klagenden Medienhäuser den Ton. Die "New York Times", die "New York Daily News" und weitere Verlage werfen dem ChatGPT-Entwickler laut Handelsblatt vor, Beweise zurückzuhalten, und teils sogar vernichtet zu haben.
Konkret soll sich OpenAI geweigert haben, Datensets und ChatGPT-Aufzeichnungen herauszugeben, die zeigen könnten, wie der Chatbot urheberrechtlich geschützte Nachrichtentexte nutzt. Steven Lieberman, Anwalt der New York Daily News, fordert deshalb eine Bestrafung des Unternehmens: OpenAI habe "Beweise versteckt und zerstört". Unter anderem sollen die Anwaltskosten der Kläger auf OpenAI abgewälzt werden.
Hintergrund ist die Klage der New York Times gegen OpenAI und Microsoft aus dem Jahr 2023, der sich seitdem weitere Medienorganisationen angeschlossen haben. Die Verlage kritisieren, dass ChatGPT mit geschützten Artikeln trainiert wurde und KI-Chatbots als Informationsquelle unfair mit den Medien konkurrieren, ohne deren journalistische Arbeit zu leisten. Eine Stellungnahme von OpenAI enthält der Bericht nicht.